Entwicklung der Realschule Neckargemünd

1972



Nach einer langwierigen Planungsphase wurde die Realschule Neckargemünd mit Erlass des Kultusministeriums vom 8.Mai 1972 zum 1. August 1972 errichtet. Dass der Bedarf für eine Realschule vorhanden war, wurde durch überraschend viele Anmeldungen unterstrichen. Zum Schuljahresbeginn 1972/73 nahm die neue Realschule den Unterricht auf. Die 78 Schülerinnen und Schüler wurden in zwei Klassen unterrichtet, wobei man als Gast des ebenfalls im Aufbau befindlichen Gymnasiums Neckargemünd zwei Klassenzimmer im Obergeschoss des Gymnasiums bezog. Realschuloberlehrer Albert Werner wurde zum kommissarischen Schulleiter bestellt; als zusätzliche Lehrkräfte wurden Oberlehrer Hans-Adam Ziegler und Realschullehrerin Renate Kampe zugewiesen.
1973 Die Schülerzahlen wuchsen weiter: Ein Jahr später musste man bei 94 Anmeldungen schon drei Eingangsklassen bilden. Da das Gymnasium wegen gleichfalls wachsender Schülerzahlen seine Räume benötigte, zogen die fünf Realschulklassen nun in Holzbaracken um.

1974

Ende 1974 wurde mit dem 3. Bauabschnitt des Schulzentrums, dem Bereich der Realschule, begonnen. Die bauliche Konzeption des Schulzentrums ist auf pädagogische Überlegungen Ende der sechziger Jahre zurückzuführen, wo man wegen der Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Schularten Schulzentren plante; auch erhoffte man sich geringere Betriebs- und Baukosten durch die Mehrfachnutzung von Fachräumen.
1975

1976
Die Realschule, die zunächst nur zweizügig geplant war, wurde auf Grund des starken Zulaufs dann als dreizügige Schule gebaut. Die Räume konnten dann im Laufe des Schuljahres 1975/76 bezogen werden. Inzwischen hatte man schon 12 Klassen und 376 Schüler. Mit Erlass vom 13. November 1974 hatte die Realschule inzwischen mit dem bisherigen kommissarischen Schulleiter Albert Werner auch ihren ersten Rektor erhalten; ein Jahr später wurde Hans-Adam Ziegler zum Realschulkonrektor ernannt.

Mit der Fertigstellung der Großsporthalle wurde am 11. Juni 1976 das Schulzentrum in Anwesenheit von Regierungspräsident Dr. Müller und Oberschulamtspräsident Dr. Unruh offiziell eingeweiht und ein vorläufiger Schlussstrich unter eine mehrjährige Bauzeit gezogen. Aus diesem Anlass fand auch ein gemeinsames Schulfest von Realschule und Gymnasium statt.

 
  Die Realschule wuchs weiter, zeitweise fuhr man vier- und fünfzügig. Im Schuljahr 1977/78 schon 21 Klassen und 683 Schüler und im Schuljahr 1981/82 schließlich mit 25 Klassen und 767 Schülern den absoluten Höchststand erreicht.  
1982

Mit einer musikalischen Feierstunde beging man am 23. Juni 1982 das zehnjährige Bestehen, dem sich am 26. Juni ein großes Schulfest anschloss.
1984 1984 wurde schließlich der 6. und letzte Bauabschnitt des Schulzentrums eingeweiht. Mit der Erweiterung des naturwissenschaftlichen Traktes für beide Schulen und der Schaffung von Fachräumen für Hauswirtschaft und Textiles Werken für die Realschule entspannte sich langsam die Raumsituation. Die Schülerzahlen gehen seit 1982 mit einigen Schwankungen zurück. Neben dem Geburtenrückgang spielten auch die Gründung eines weiteren Gymnasiums in Bammental und der Neubau der Realschule in Neckarsteinach eine Rolle.  
1997

Das Jubiläum „25 Jahre Realschule Neckargemünd“ wurde am 28./28. September 1997 wieder groß gefeiert mit Schulfest und einem Treffen der Ehemaligen. Außerdem stellte sich die Schule in einer Broschüre vor.
  Mittlerweile wird die Schule wie konzipiert wieder dreizügig geführt und hat derzeit 490 Schüler.  
 

Schulleiter
Albert Werner 1972 - 1996
Jochen Meyer seit 1996

stellvertretende Schulleiter
Hans-Adam Ziegler 1975 - 1983
Karl Heinz Neser seit 1984

     
2003 Der 2.Juni 2003 wurde zum Schicksalstag des Schulzentrums, das am ersten Tag der Pfingstferien abbrannte. Ursache des Großfeuers waren Schweißarbeiten auf dem Dach. Während der Pfingstferien musste die behelfsmäßige Unterbringung der Klasse organisiert werden. 

    Bis zu den Sommerferien wurden die Klassen 5 und 6 in den Räumen des ökumenischen Zentrums „Arche“ unterrichtet. 
  Die Klassen 7 bis 9 hatten vormittags frei und erhielten ihren Unterricht erst in den Nachmittagstunden in der Grund- und Hauptschule. Wer sich an den „Jahrhundertsommer 2003“ erinnert, kann nachvollziehen, wie anstrengend das Lernen war, den „Hitzefrei“ war in diesen Wochen für die Realschule ein Fremdwort, obwohl die Temperaturen sehr hoch waren. Doch die dicken Mauern des alten Schulgebäudes der GHS sorgten dafür, dass die Räume auch am Nachmittag noch nicht so stark aufgeheizt waren, wie dies in moderneren Gebäuden oft der Fall ist. Eine Folge des Bandes war, dass die Schulgemeinschaft solidarisch zusammengestanden ist und auch in der Folgezeit die vielfältigen Belastungen ausgehalten hat.  
    In den Sommerferien wurden im „Menzer Park“ und auf einem Parkplatz in Kleingemünd die beiden „Container-Dörfer“ erstellt.
  Die meisten Klassen und alle Fachräume sind auf der Kleingemünder Seite untergebracht. Die Klassenzimmer für sieben Klassen sind in den Containern im Menzer Park. Die Schulleitung fand gleich nach dem Brand in der Menzer Villa ein neues Domizil, denn dort war kurz zuvor die Stadtverwaltung ausgezogen. Bedingt durch die beiden Standorte gibt es an unserer Schule eine besondere Schüler- und Lehrerbewegung – manchmal bis zu viermal am Tag über den Neckar. Aber Bewegung hält uns fit.  
2004 Viele Pläne für den Wiederaufbau des Schulzentrums wurden gemacht. Entsprechend den neuen pädagogischen Konzepten sind auch Räume und Einrichtungen eingeplant, die den Betrieb als Ganztagesschule ermöglichen.
2005 Der Abriss der alten Schule begann im Herbst 2005.  
2006 Seit Mai laufen die Erdarbeiten. 

Erster Spatenstich an der Schulbaustelle in Juni
2008 Einzug in den Neubau